(Rock/Pop) 2014 Summertown - "Authenticity. Passion. Fire" - das sind die drei Werte, mit denen die talentierte Band aus Knoxville, Tennessee von ihrer zahlreichen und stetig wachsenden Fangemeinde hauptsächlich bedacht wird. Und auch unter den Kritikern gibt es stetig mehr Anerkennung, so enterte dieses neue, insgesamt vierte volle Studioalbum Platz 1 der Heatseekers Charts im Rolling Stone gleich in der ersten Release-Woche! 'Hearts On Fire' heißt das gute Stück, aber so leidenschaftlich gefühlvoll, ja: bisweilen gar pathetisch bis dramatisch die Botschaften in den Songs auch gehandelt werden, so wenig "dirty" ist diesmal der Rock'n Roll des Sextetts geworden. Die Männer um den klasse Shouter/Frontman James Trimble, die beiden Gitarristen Cozmo Holloway und Michael Jenkins (der auch mit Trimble alle Songs geschrieben hat), die Rhythm Section-Brüder Justin (Bass) und Aaron Hoskins (Drums) sowie den neuen Keyboarder Kevin Hyfantis gehen jetzt voll auf Mainstream-Kurs, was ja nicht per se etwas Schlechtes ist. Ich will damit nur deutlich machen, dass diese 11 neuen Tracks mit der Rauheit von früheren Alben (und Vergleichen wie Lucero, Black Crowes und Uncle Lucius bis hin zu Faces und Stones) definitiv nichts mehr zu tun haben. Dies ist zwischen melodie- und harmonieträchtigen, oft hymnenartigen Songs sehr ohren- und radiofreundlich eingerichteter All American Pop & Roll mit etwas blue-eyed Soul und Southern Rock, etwa in einem Mix von Counting Crows, Gin Blossoms, Wallflowers, Kings Of Leon und Huey Lewis & The News, mit den ein oder anderen Verweisen auf U2 und Coldplay. Dass die Guv'nahs im Booklet ihre Kickstarter-Helfer auflisten, ist lobenswert, und dass die Texte fehlen, zu verkraften - die teils christlich verhüllten, bedeutungsschweren Messages sind doch mehr Floskeln -, aber die Gastmusiker, z.B. eine Bläsersection oder immerhin Amy Helm als Duettsängerin auf 'Three Little Angels' hätte man schon erwähnen dürfen.