(Songwriter/Country/Country Rock/Pop) 2014 Privatlabel - auf seiner neuen, bereits 7. Scheibe verknüpft der texanische Singer/Songwriter auf äußerst geschickte Weise "best of both worlds" seiner bisherigen Karriere vom vielversprechenden Red Dirt-Provinzmucker zum nationalen Countrystar. Soll heißen: 'Wade Bowen', ganz simpel selbstbetitelt und damit einen gewissen Neuaufbruch, eine zurückgewonne "Ehrlichkeit" signalisierend, schafft den Spagat zwischen Red Dirt Music-Treue und Zugeständnissen an den Nashville-Markt mit einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit und überzeugt durch enormes Songniveau mit killermäßigen Balladen und Rockern gleichermaßen - wie gemacht für das non-konforme (aber auch Mainstream!) Country Radio, fürs beseelte Gruppensingen bei Festivals, das Mitsummen im Auto auf dem Highway oder andächtige Lauschen auf dem Sofa im eigenen Wohnzimmer. Sowas kenne ich in dieser grenzübergreifenden Overall-Qualität eigentlich nur von Robert Earl Keen, einem meiner absoluten Lieblinge, wenn es um perfekt gemachte Country Music mit Massenappeal unter Songwriter-Ansprüchen geht! Und dann vielleicht noch von den Robisons (Charlie und Bruce) und Jason Boland. Dabei hat Wade Bowen bei seinem vieldiskutierten Rückzug vom prominenten BNA Major Label auf die Privatveröffentlichungsebene formal gar nicht viel verändert. Die makellose Profiproduktion liegt wieder (wie beim Vorgänger 'The Given', 2012) in den bewährten Händen von Justin Niebank (Blues Traveler, Dirt Drifters, Marty Stuart, John Hiatt, Eli Young Band, World Famous Headliners), der ja gerne einen lauten, offensiven Sound bevorzugt - mit größtmöglicher Dynamik bei den ruhigeren halbakustischen Stücken, aber auch deftigem Klotzen bei den Rockern. Desgleichen gehört die Studiomannschaft mit den Gitarristen Tom Bukovac und Audley Freed, Pedal Steeler Russ Pahl, Keyboarder Tim Lauer, Drummer Fred Eltringham & Co. sicher zu den teureren Verpflichtungen. Nein, es sind vor allem diese unerhört knackigen Songs (mit z.T. autobiografischen Texten) und der gnadenlos souveräne Gesang Bowen's, die einem seine Freude an der Unabhängigkeit erahnen lassen und so sehr bestechen, dass man diese CD gerne dauerhört. Feat. Vince Gill, Sarah Buxton, Will Hoge, Sean McConnell, Randy Rogers und Schwager Cody Canada mit einzelnen Gesangsbeiträgen.