(Songwriter/Roots/Rock/Country Soul) 2014 New West - anders als ihr Ex auf seiner neuen Orchesterplatte hat's Pegi Young nicht nötig nachzukarten, wünscht ihm sogar "Peace of Mind" in den Special Thanks. Und seine Gitarrenspur auf Jerry Ragavoy's Klassiker 'Don't Let Me Be Lonely' (ausgerechnet...) hat sie auch nicht gelöscht, nachdem er die Scheidung eingereicht hat! Andere Titel heißen allerdings vielsagend 'Blame It On Me', 'Feel Just Like A Memory', 'Ruler Of My Heart' (bekannt in Versionen von z.B. Irma Thomas, Tracy Nelson, Linda Ronstadt), gar 'Better Livin' Through Chemicals', aber an zentraler Stelle kommt auch das kampfeslustige 'Lonely Women Make Good Lovers' (immerhin!) von Spooner Oldham. Inwieweit diese Auswahl (besagte 3 Coverversionen, die übrigen 7 sind allesamt eigene Songs) mit ihren aktuellen Lebensumständen zu tun hat, ist natürlich reine Spekulation, der Veröffentlichungstermin praktisch parallel zu 'Storytone' sicher nicht! Es ist Mrs. Young's Labeldebut auf New West Records nach den 3 Vorgängern zwischen 2007 und 2011 auf Warner und Vapor. Unabhängig von irgendwelchen Songtiteln ist 'Lonely In A Crowded Room' insgesamt wieder eine richtig gute Platte geworden: stilistisch ähnlich dem Vorgänger 'Bracing For Impact', zum Teil sogar noch breiter aufgestellt mit feinen Ausflügen zum Southern Soul, Blues und etwas Late Night Jazz, wozu ihre rauchige Stimme noch besser passen will. Klar, es dominieren auch hier wieder zumeist elektrisch arrangierte, wohltuend harmonisch und analog klingende Stücke im südstaatlich geprägten Balladen- bis Midtempo-Modus (etwa so wie auf einer besseren Bonnie Raitt-Scheibe), wobei die Protagonistin und ihre formidable, souverän agierende Band eine kompakte, bestens eingespielte Einheit bilden. Die Survivors anno 2014 sind denn auch genau dieselben wie zuvor: der exzellente Gitarrist Kelvin Holly (Amazing Rhythm Aces, Gregg Allman, Chuck Leavell, Paul Thorn), Muscle Shoals-Altmeister Spooner Oldham an den Tasten sowie der langjährige NY-Weggefährte Rick Rosas (Bass, R.I.P.) und Phil Jones (Drums). Paula & Charlene Holloway fügen mit ihren schwarzen Sister Harmonies ein spezielles Soul/Gospel-Flair hinzu, auf einigen Tracks spielt Harmonica-Ass Mickey Raphael und - wie gesagt - ein Mal Neil Young mit einem kleinen Part. Keine Bläser diesmal, keine prominenten Gäste und erst recht kein Orchester... - Pegi Young & The Survivors sind ganz bei sich selbst geblieben, im festen Vertrauen auf das was sie wollen und können. Und das hört sich wieder verdammt überzeugend an!!