(Songwriter/Alt.Folk/Indie Pop) 2014 Quite Scientific - nach der konzepthaften, bisweilen gar monumentalen Doppel-CD 'Eternity Of Dimming' aus dem Vorjahr führen Frontier Ruckus aus Michigan ihren Kreuzzug zwischen diesem ganz besonderen "melancholic Big Band Folk" und einer Art "Post Americana Indie Pop" auch auf Album #4 weiter fort, verbinden die klassischen Popkompositionsmuster der Beatles mit dem erfrischenden, Banjo-getriebenen Folk Rock der Avett & Felice Brothers-Generation, verzieren ihre sehr komplexen und komplizierten Songgebilde mit aufwändigen, opulenten Arrangements, bleiben im Kern aber die ländlich-geerdeten Americana-Sympathisanten von Nebenan, auch wenn sich das hier beim flüchtigen Durchlauf zunächst ganz anders darstellt. Multiinstrumentalist Zachary Nichols erhält nämlich mit seinem reichhaltigen Arsenal von verschiedensten Instrumenten (Trompete, Melodica, Sägeblatt, Orgeln, Synth, Fagott, Gitarre, Klavier) und dem sensiblem Einsatz von Studiotechnik (Drum Machines, elektronische Beats) wesentlich mehr Raum als früher, lässt der "Folk-Fraktion" in Gestalt von Banjopicker David Winston Jones kaum noch Platz zur hörbaren Entfaltung. Am Ende bleiben aber - bei all dem herrlich kosmischen "Sgt.Pepper meets Arcade Fire"-Brimborium! - die erstklassigen Songs und der erhabene, selbst bei den vielen schnellen, lebhaften Nummern stets leicht traurige Gesang des Bandleaders Matthew Milia in den Gehörgängen haften. Welch eine kongeniale Verquickung von Inhalt und Fassade! Bei Frontier Ruckus wird jede neue Scheibe zu einem echten Ereignis!!