(Songwriter/Folk Rock/Alt.Roots/Americana) 2014 Electromaster/Harvest - mal wieder eine neue T Bone Burnett-Großveranstaltung! Im Zuge der gigantischen 'Basement Tapes'-Box-Veröffentlichung von Bob Dylan & The Band mit Material aus dem Jahr 1967 sind etliche bislang unvertonten Dylan-Texte aus derselben Ära aufgetaucht, die der Meister nun Burnett für ein besonderes Projekt angedient hat. Und es hat den in den vergangenen Jahren auf eben genau solche speziellen Projekte geeigten Produzentenguru ('O Brother', 'Inside Llewyn Davis', die 'Nashville'-Serie, 'Ghost Brothers Of The Darkland County', 'Crazy Heart', 'Walk The Line', die Reaktivierungen von John Mellencamp, Gregg Allman, Elton John und Leon Russell, Talentförderungen von Secret Sisters und Civil Wars bis Ryan Bingham, u.s.v.m.) vermutlich nur ein paar Phone Calls gekostet, um diese Supertruppe zusammenzutrommeln: Jim James (My Morning Jacket), Elvis Costello, Rhiannon Giddens (Carolina Chocolate Drops), Marcus Mumford (... & Sons) und Taylor Goldsmith (Dawes). Diese Fünf haben nun, jeder für sich individuell, selten auch in Kombinationen, die Musik zu besagten Dylan-Lyrics verfasst, und dann bei den von Burnett produzierten Studiosessions im (meist) gemeinsamen Team eingespielt. Unterstützt wurden sie dabei von den Drummern Jay Bellerose und Carla Azar, Musikern von MM Jacket, Dawes, Larkin Poe und ein Mal - wenngleich eigentlich unhörbar - Johnny Depp an der Elektrischen. In der Deluxe-Version (und nur die sollte man sich kaufen!) sind das dann 20 Songs mit einer Gesamtspielzeit von über 73 Minuten. Klar, dass da nicht alles glorreich funktioniert, mitunter wirken die Beiträge arg bemüht und ausgerechnet im Fall von Herrn Goldsmith (als Dawes-Mastermind einer meiner Lieblinge) schlicht zu belanglos. Aber unterm Strich überwiegen die positiven Eindrücke und zu entdecken gibt's allemal genug hier. Für meinen Geschmack sind überraschend stark die Songs der beiden Briten gelungen. Costello und Mumford gehen wirklich mit viel Leidenschaft und eigenem Input an die Aufgabe heran, James steht für den Alt./Indie Rock-Anteil und Giddens für die Appalachian Mountains-Tradition. Wer mit solch formal vergleichbaren "Promi"-Projekten der jüngeren Zeit wie 'New Multitudes' und 'Monsters Of Folk' was anfangen kann, der wird von der Machart her auch an den New Basement Tapes seine Freude haben!