(Country Rock/Rock) 2012 SCI Fidelity - neue, sehr starke CD aus dem Dunstkreis des beliebten Labels, auf dem es u.a. die Namensgeber/Hauptband String Cheese Incident zu richtiger Berühmtheit mit internationalem Status und andere Acts wie Emmitt-Nershi Band, Comotion, Railroad Earth, Steve Kimock Band, oder Keller Williams zu wahrem Kultstatus nicht nur in Jam (Rock)-Kreisen gebracht haben. Honkytonk Homeslice stammen aus der Szene von SCI in Boulder, Colorado und besitzen in keinem Geringerem als SCI-Boss Bill Nershi (Electric & Acoustic Guitars, Dobro, Steel, Vocals) die personelle Querverbindung. Zusammen mit seiner Frau Jilian Nershi (Acoustic Guitar, Vocals) und Scott Law (Songwriter, Electric & Acoustic Guitars, Vocals) aus der Oregon/Washington-Region bildet er das deutlich an Songs, Gitarren und (Harmony) Vocals ausgerichtete Trio, das hier bei seiner zweiten Veröffentlichung/der ersten vollen Studioproduktion durch die dezent untermalende, hervorragend den Gesamtsound komplettierende Rhythm Section Keith Moseley (Bass) und Christian Teele (Drums) zum festen Quintett erweitert wurde. Moseley ist natürlich der reguläre Bassist von SCI, Teele trommelte schon für Old Soul, die Tony Furtado Band, Buckskin Stallion, Richie Furay. In Nebenrollen hören wir Topgeiger Darol Anger (David Grisman Quintet u.v.m.) sowie SCI-Keyboarder Kyle Hollingsworth. Scott Law (Hanuman Collective, Furtado, Piano Throwers) und das Nershi-Paar teilen sich alle wichtigen Credits und finden geradezu traumhaft entspannt und sehr gut aufeinander abgestimmt gesanglich und instrumentell zusammen! Musikalisch orientiert man sich am semiakustisch/elektrischen 70er Country Rock der Bay Area, als solche Bands wie Clover, Redwing, New Riders Of The Purple Sage, Kingfish regierten und man gerne - was die perlende Lead Guitar-Technik angeht - zu einem spielfreudigen, innovativen Jerry Garcia aufblickte und sich für die wunderbaren Harmony Vocals an Crosby/Nash bis Parsons/Harris berauschte. Natürlich kommt bei dem ganzen Namedropping auch der gewisse Jam Band-Faktor nicht zu kurz - gerade auf den längeren Tracks wie 'One Dark Corner', dem 7-minütigen Titelstück (mit Lyrics von Bob Weir-Songwriting-Partner John Barlow!) oder 'Fool To Remain'. Ein erstklassiges Album von zeitloser Größe, das von vorne bis hinten wie aus einem Guss in die Ohren läuft und die Sinne mit Wohlklang anreichert!!