(Rock/Alt.Country Rock) 2013 Privatlabel - die langjährige Kultinstitution in Sachen Westcoast Jam/Psych/Country Rock aus San Francisco begann in den 90ern zunächst als eines der größten Missverständnisse auf Rick Rubin's blühendem American Label. Dort konnte man mit ihrer teils Extreme auslotenden Stilmixtur eigentlich gar nichts anfangen und entließ sie nach dem 3. Album in die Welt der kleinen Indie Labels und Privatveröffentlichungen, die sie glücklicherweise nie mehr verlassen sollten - so konnten sie in den letzten 15 Jahren machen was sie wollten! Und das waren immerhin 4 weitere gestandene Bandalben sowie unzählige Solo- und Nebenprojekte. Ja, der eine Mastermind der Hips, Gitarrist/Pianist/Sänger Tim Bluhm, ließ es sich in den vergangenen Jahren nicht nehmen, als besserer Backingmusiker für seine immer populärer werdende Frau vollzeitig zu touren und mit ihr Platten aufzunehmen (siehe Nicki Bluhm & The Gramblers, eine deutlich andere, ebenso spannende und vor allem hochaktuelle Story!). Sein kongenialer Mother Hips-Partner, der andere Songschreiber, teilweise Sänger und hauptsächliche Leadgitarrist, heißt Greg Loiacono; zusammen mit Bassist/Pedal Steeler/Harmoniesänger Paul Hoaglin und Drummer John Hofer spielen sie ihren Trademark Sound aus easy flowing Westcoast Rock und stets leicht psychedelisiertem Cosmic California Country Rock auf diesem 8. Studioalbum so dermaßen relaxed, organisch und mit traumhaften Jam-Passagen durchsetzt wie wohl noch nie zuvor! Viele der 10 neuen Songs (7x Bluhm, 3x Loiacono) laufen dabei ganz natürlich über 5 Minuten, das beseelte (im Sinn von "California Soul"!) 'Rose Of Rainbows' kommt gar auf 6:51, bevor man ganz am Ende im Tribut für den vor einigen Jahren verstorbenen Jay "Wilco" Bennett ('Song For J.B.') mit herrlich weinerlicher Pedal Steel den "Hippie Highway" befährt. Mother Hips - große Band, starkes Album!