(Songwriter/Country) 2010 Stag - haargenau die Musik, die durch den Albumtitel vorgegeben wird! Ja, Jesse Dayton aus Austin, der in der Vergangenheit auch schon mit Roots Rock, Country Soul, Rockabilly und Outlaw Country zu tun hatte, verschreibt sich immer mehr und immer öfter den verschiedenen Variationen der klassischen Country Music der 50/60/70er. Noch radikaler als vor wenigen Jahren auf dem Duettalbum mit der wundervollen Brennen Leigh ('Holdin' Our Own', 2007) geht's hier zu Honky Tonk, Western Swing, Texas Two-Step und der ein oder anderen Tearjerker-Ballade dazwischen, genauso wie es sich für einen zünftigen Samstagabend in einer typischen Texas Dance Hall - wie z.B. dem legendären Broken Spoke in Austin - gehört! Dayton wandelt damit klar auf den zeitlosen, von Trends völlig unabhängigen Spuren eines Dale Watson, verarbeitet die Vorgaben von George Jones, Conway Twitty, Bob Wills, Waylon Jennings und Lefty Frizzell, erfindet sich selbst neu, indem er die vertrauten Country-Werte für die junge Generation adaptiert. Und das mit seiner richtig tollen Band: Nate Fleming an der Pedal Steel (einer der aktuell besten seines Fachs!) und Eric Tucker am Schlagzeug, Warren Hood als Gastfiddler, Willie Nelson-Sideman Mickey Raphael an der Harmonica und die Frauenstimme auf 'Back To Back' gehört natürlich Brennen Leigh. Dayton selbst spielt Bass, Orgel und diese Twang-gestählte Gitarre, singt mit einer vollen, älter-als-sein-Alter klingenden Stimme nicht unweit eines Waylon Jennings. Leider nur eine knappe halbe Stunde lang.