(Songwriter/Folk/Roots) 2009 Red House - dieser Singer/Songwriter aus Austin, Texas (stammt aus Charlottesville, Virginia) ist wirklich ein tierisch starker Typ, der bislang, denke ich, zumindest auf diesen Chill-Seiten noch nicht annähernd ausreichend gewürdigt wurde! Anlass gibt sein 6. (!) Album seit 1999 und gleichzeitig das erste auf einem der renommiertesten Indie Labels des zeitgenössischen Americana/Folk/Roots-Marktes. Musikalisch hat sich im Vergleich zu den älteren Platten auf Waterbug, Tin Angel und als Privatveröffentlichung eigentlich kaum etwas geändert, es klingt nur noch etwas besser und präsenter. Das sicher auch dank einer etatreicheren Wohlklang-Analogproduktion von Mark Hallman (Iain Matthews, Eliza Gilkyson, Tom Russell, Carole King). Danny Schmidt macht sich die alten, traditionellen Folk- & Country Blues-Muster zu eigen, um sie für seine neue, aktualisierte Sicht der Dinge (Stichwort: Alt.Americana) zu verwenden - eine sehr persönliche und auf gewinnende Art introvertierte Musik, die er live meistens solo (Acoustic Guitar, Vocal) und ganz auf sein überragendes Songwriting-Talent konzentriert darbietet, wovon man sich kürzlich auch beim Take Root Festival in Groningen nachhaltig überzeugen konnte. Überschwängliche Kritikervergleiche zu Leonard Cohen, Bob Dylan, Guy Clark, Greg Brown, Townes Van Zandt hören sich natürlich erstmal sehr hochtrabend und vielleicht sogar belastend an, ich will sie auch gar nicht in den Vordergrund stellen, aber falsch sind sie garantiert alle nicht! Und sie zeugen - ebenso wie die sicher wertvolleren Einschätzungen seiner Kollegen von Tom House bis Jeffrey Foucault - von tiefem Respekt vor dem Künstler Danny Schmidt! Seinen warmen, charakterstarken Gesang begleitet er übrigens mit exquisitem Gitarrenpicking, Produzent Hallman spielt Slide Guitar, Orgel, Piano, Mandoline, Bass, Drums, Percussion und steuert - mit Joia Wood & Carrie Elkin - Harmony Vocals bei. Eine vereinzelt auftretende Rhythm Section sowie gezielt gestreute Beiträge von Austin Studio Celebrities wie Elana James & Eleanor Whitmore (Geigen), Oliver Steck (Akkordion), George Carver (Harp), Brian Standefer (Cello) u.a. sorgen für rege Abwechslung in den Arrangements. Überragend!