(Songwriter/Country/Alt.Country/Roots) 2009 Ramseur - famoser Nachfolger zum bis soeben noch besten Album 'East To West' von 2006. Nach je zwei Platten für Checkered Past, Merge und Bloodshot debütiert der vielseitige (Alt.) Americana-Musiker aus der kreativen Nashville Szene jetzt auf Ramseur, dem Label der weitestgehend gleichgesinnten Avett Brothers. Wie auf dem erwähnten Vorgänger löst sich Paul Burch noch mehr von den eher strikten formalen Vorgaben seines ureigenen "Country & Western-mit-Betonung-auf-Western" und dringt mit versierten, flexiblen Mitteln weiter in die stilistisch breiter angelegte Americana-Welt vor. Auch das auf seine ganz besondere Art, versteht sich! Speziell mit seiner ganz bemerkenswerten Art zu singen: fast behutsam und sachte, etwas nasal, dabei sehr melodisch und erstaunlich variabel - jederzeit attraktiv und charaktervoll. 14 akzentuierte Songs mit dem gewissen Etwas (und der Aura wahrer Klassiker!), bis auf Walter Jacobs' 'It Ain't Right' nur eigene, und eine klare, lässig abgehangene, dem Analogzeitalter (genauer: den 60ern) verpflichtete "vintage" Produktion sorgen für wunderbarstes Hörvergnügen durchweg!! Burch begleitet sich an akustischen (Nashville Rhythm) und elektrischen (Twang) Gitarren, spielt etwas Electric Piano, Harmonica, fast durchweg auch Schlagzeug und Percussion/Vibes (ich werde dabei nicht müde, auf seine Vergangenheit als Drummer von Lambchop zu verweisen, auch weil es die latent vorhandene Alternative-Haltung in seiner Musik widerspiegelt). Sein stets rege fluktuierender WPA Ballclub besteht diesmal aus Luxusbassist Dennis Crouch, Keyboarderin Jen Gunderman (Jayhawks, Caitlin Cary, Chris Stamey), Fats Kaplin, Tim O'Brien, der Rhythm Section von Last Train Home und Harmoniesängerin Kelly Hogan. Extrem überzeugende Angelegenheit!!