(Folk/Roots/Gospel) 2009 Octoroon Biography/OJM - "Folk-Funk", "Afro-Celtic", "Hip-Alachian"... nur ein paar Begriffe, die sich die Singer/Songwriterin/Bassistin Laura Love aus Seattle selber für ihre Musik ausgedacht hat. Eine Musik mit häufig politischem Charakter (Anti War, soziale Ungerechtigkeit, Imperialismus), die Blues, Bluegrass, Jazz, Folk, Gospel, Reggae, Country und R&B für sich reklamiert und die Welten von Woody Guthrie und Utah Phillips einerseits, Ani DiFranco und Ollabelle andererseits verknüpft. Dieses 11. Album seit 1990 bringt Laura Love mit dem Saitenmeister Orville Johnson zusammen, der schon mit Szenefreunden wie Annie Gallup, Rachel Harrington, Cynthia Gayneau, Ranch Romance und Chris & Carla gespielt hat, selber eigene Projekte lokal veröffentlicht. Obwohl Love hier das Material bestimmt (ein paar eigene Titel, meistens von ihr arrangierte Public Domains), ist Johnson auch als Sänger ein gleichwertiger Partner, der dazu ihrem rhythmisch pluckernden Bass-Spiel instrumentelle Glanzleistungen an akustischen, elektrischen und Slidegitarren, Dobro und Mandoline zufügt. So bekommt der zutiefst traditionell-bluesig-gospelige Stoff wie 'Swing Low Sweet Chariot', 'Workin' On A Building', 'Nobody's Fault But Mine', 'Cotton Eyed Joe', 'We Shall Not Be Moved' usw. eine ganz besondere Note. Interessant am Rande: das Robbie Robertson-Stück 'Livin' In A Dream' (von 'Islands') wurde vermutlich noch nie gecovert?!