(Songwriter/Folk/Country/Folk Rock) 2009 Waterbug - eigentlich finde ich die Platten auf Waterbug immer eine Spur zu verstaubt-folkig, zu wenig spannend für meinen Geschmack. Drew Nelson's zweite volle CD hat mich gleich vom ersten Moment an gepackt. Vom stilvollen Cover über diese markante Raspelstimme bis zu den urwüchsig-kräftigen Songs und den exzellent passenden Arrangements haben wir es mit einer ungemein stimmigen Musik zu tun, die sowohl vom Gesamteindruck her überzeugt als auch mit einzelnen Liedern zu begeistern vermag. Nelson kommt aus Grand Rapids, Michigan und ist ein wahrer Americana-Typ, der grundsätzliche Werte des Zusammenlebens hochhält und sich mit den Belangen der Menschen zwischen Farmland und Kleinstadt beschäftigt. Was Songs, Stimmung, Sound, Gesang und/oder Aussage betrifft, erinnert mich 'Beulah Land' an Dave Alvin's 'Blackjack David', John Mellencamp's 'Lonesome Jubilee', Robert Earl Keen's 'West Textures', Bruce Springsteen's 'Nebraska' (ohne den desperaten Ansatz) und die ein oder andere Sache von Greg Brown, John Prine und Guy Clark. Aufgenommen mit lokalen, wenig bekannten Musikern, die ihre Sache perfekt machen: akustische, elektrische Gitarren, Pedal Steel, Mandoline, dezente Rhythm Section, dazu vereinzelt Akkordion, Leierkasten, Harmonica, Orgel, Banjo, Dobro. Gekonnt das alles. Erstaunliches Werk mit Tiefgang und Seele!! (den Hidden Bonus Track 'Little Catfish' gibt's hier anzuschauen: joecartoon.atom.com/videos/959-drew_nelson_little_catfish)