(Cowpunk/Garage/Alt.Country/Psychobilly/Alt.Roots) 2010 Colonel Knowledge - na, da muss man ja fast in der Rückschau glauben, sie hätten es sich zum Schluss bei Yep Roc ein wenig zu gemütlich eingerichtet...! So radikal in der Ansage, musikalisch gefährlich, direkt auf die 12 oder gleich in die Magengrube zielend, experimentierfreudig im Sound und über sämtliche 16 Tracks in 38 Minuten so dermaßen unter Strom stehend hat man die langjährige Kultband aus Kentucky (jetzt Nashville) schon lange nicht mehr bei einer Studioproduktion erlebt. Mit dem neuen Gitarristen Duane Denison (Jesus Lizard, Tomahawk, Firewater, Denison Kimball Trio) haben sie genau den richtigen Mann für ihre aberwitzigen Exkursionen zu Underground Gospel, Hillbilly Blues, Gothic Psychobilly, Metal Banjo, HeeHaw Garage und wahrem, kick-ass Country Punk in seiner Urform gefunden. Sie, das sind nach wie vor Mark Robertson am Slap Bass und als Produzent, Drummer Brett Whitacre und natürlich vorneweg der irre Devil Preacher Colonel J.D.Wilkes als Sänger (mit verfremdeter Blecheimerstimme), glänzender Blues Harp-Bläser und hauptsächlicher Ideengeber für all die merkwürdigen, "agridustrialisierten" Klänge von Prepared Guitars (Sägeblätter und Kabelbinder unter/zwischen den Saiten) und Percussion (live aus der Schrottschmiede mit Amboss, Hämmern und Ankerketten) - nach Meinung von Jello Biafra und Hank III "the last great Rock and Roll frontman" bzw. "the best damn front man in America". Animalisch!!