(Guitar Rock/Indie Pop) 2008 Nine Mile - weitgehend unbemerkt bastelte Matthew Hebert, eigentlich ein Leftover aus der blühenden 90er/früh2000er Szene von Northampton, Massachusetts (Scud Mountain Boys bis Ray Mason Band!), auch in den vergangenen Jahren immer weiter an seiner Vorstellung von grundgutem, analogem, handgestricktem Indie/Americana Pop/Rock. Der Songwriter, Gitarrist und Sänger mit kernig-knarziger, stets dominanter Stimme hatte als Boss vom Ware River Club zwischen 98 und 2004 drei edle Genreplatten veröffentlicht, um dann in 2005 mit 'Sugar On The Edge' solo zu debütieren. Heberts Haunt-Projekte hätte ich glatt übersehen, wenn ich nicht bei der SXSW praktisch über ihn gestolpert wäre. Nach 'As Blue As Your Dying Eyes' (2007) ist 'The Deep North' bereits das zweite Haunt-Album und auch mit zwei Jahren Verspätung einer dicken Erwähnung würdig! Sicher das gitarrenhärteste und stimmungsmäßig düsterste Werk in seiner Karriere - melancholisch, molltonlastig, pulsierend-beweglich, nervös-rockend, dennoch von sämigen Hooks durchsetzt mit Blick zum großen Indie Pop. Auf der Schnittstelle von Replacements zu Silos! Feat. Bob Hennessey, ex WRC, produziert von Jose Ayerve (Winterpills, Pernice Brothers, New Radiant Storm King).