(Country Rock) 2010 Lost Highway - endlich, endlich, endlich! Das legendäre, fast einviertel Jahrhundert alte, längst verschollene Debütwerk der Jayhawks (1986, auf Bunkhouse) kommt erstmalig als regulärer Silberling-Release raus (mit aktuellen Liner Notes von Mark Olson) und sollte alsbald alle Country Rock-erprobten CD-Player dieser Welt auf Wochen und Monate blockieren! Soooo stark!! Wohlgemerkt, das waren die Jayhawks im ganz jungen Alter (Anfang 20), drei Jahre vor 'Blue Earth', das fälschlicherweise viele als eigentliches Debüt wahrgenommen hatten, sechs Jahre vor 'Hollywood Town Hall', das bei den meisten als Jayhawks-Nonplusultra im Rocklexikon steht. Das war die ganz fest in der blühenden Minneapolis Indie-Szene verankerte Band von Mark Olson, der als Leadsänger im geradezu "unverschämt" unverblümten Gram Parsons-Stil und nahezu alleiniger Songautor klar vorneweg marschierte. Gary Louris erhielt immerhin schon drei Co-Credits, spielte die ständig twangig-präsente, chicken-pickende, an James Burton und Clarence White angelehnte Electric Lead, sang die einzige Harmoniestimme. Marc Perlman am Bass und Norm Rogers als Drummer komplettierten das Quartett, der eher in konventionelleren Kreisen (Leo Kottke, Steve Young, Peter Lang) verkehrende Cal Hand steuerte herrlich heulende Pedal Steel-Licks bei und Producer Charlie Pine bearbeitete auf 'King Of Kings' ein Honky Tonk-Piano. 'Sweetheart Of The Rodeo', 'Gilded Palace Of Sin', 'Burrito Deluxe', 'GP' und 'Grievous Angel' watch out, those were the Jayhawks back in 86!