(Songwriter/Pop/Country/Folk Rock) 2010 Rounder - klasse Nachfolger zum Rounder-Debüt 'The Calling' von 2007, das ja im Backkatalog der großen MCC quasi als Comebackplatte gewertet werden darf - nach einigen etwas weniger herausragenden Veröffentlichungen "von der Stange" anfangs der 2000er. Wunderschöne, einschmeichelnde Wohlklangmusik, die aber extrem niveaureich und dabei weder kitschig, schwülstig oder allzu romantisch rüberkommt. Noch mehr als auf besagtem Vorgänger überwiegen die langsamen, getragenen, gar etwas leise instrumentierten Songs deutlichst! Ja, es liegt über dem gesamten Werk ein wehmütiges, nachdenkliches, introvertiertes Flair, das unbedingt seinen Reiz hat und nur ganz selten, aber dann höchst attraktiv und gezielt, von schwungvollen "Befreiungsstücken" durchbrochen wird. Der Grund für diese defensive Einstellung liegt in Carpenters jüngster Lebensgeschichte mit einer dramatischen Lungenembolie vor drei Jahren, die sie fast nicht überlebt hätte, und längerer Behandlungsphasen und Rekonvaleszenz danach. Insofern bedeutet 'The Age Of Miracles' so etwas wie eine (auch musikalische!) Wiedergeburt mit ausschließlich eigenen neuen Songs, 12 kapitalen Werken insgesamt, die diesen schwierigen Abschnitt reflektieren und schlichtweg zum stärksten gehören, was die inzwischen Anfang 50-Jährige in ihrer gesamten Karriere seit 1987 und seit mittlerweile nun 12 Alben zu bieten hat!! Aber Songs von solchem Kaliber wollen auch gesungen und gespielt werden - und da besticht MCC natürlich wie immer mit ihrer dunklen, warmen Stimme, die aus 1000en sofort herauszuhören ist und deren Intensität einen förmlich süchtig werden lässt. Die kleine Backing Band, die manchmal nur mit dezenten Tupfern zu hören ist, um dann zu gegebener Zeit etwas lauter zu spielen, besteht aus den wahrscheinlich besten Musikern, die derzeit in Nashville zu haben sind: Duke Levine (Electric & Acoustic Guitars, Mandola, National Steel), Produzent Matt Rollings (Piano, Keyboards), Glenn Worf (Bass), Russ Kunkel (Drums) und Eric Darken (Percussion). Sie bieten eine unglaublich inspirierte Performance und stellen sich ausschließlich in den Dienst der Songs und der so wundersam genesenen Protagonistin! Feat. Pedal Steel und eine weitere Electric Guitars von Dan Dugmore, etwas Cello sowie Backing Vocals von Vince Gill, Mac McAnally und Alison Krauss.