(Indie Rock) 2010 Merge - ach, das tut gut! Da taucht tatsächlich mal eine von diesen viel versprechenden, dann aber irgendwie von der Bildfläche verschwundenen 90er Indie-Kapellen wieder groß auf. Als Trio mit den Originalmitgliedern Richard Baluyut (Guitars, Vocals), Fontaine Toups (Bass, Vocals) und Ed Baluyut (Drums). Der ehemalige 4. Mann, James Baluyut, nimmt noch eine kleine Gastrolle ein, Geigerin/Organistin/Backingvokalistin Margaret White (Comas, Sparklehorse, Portastatic, Cracker, Franz Nicolay) macht sogar häufiger mit. Auffällig sind die düsteren Apokalypse-Themen, die sich inhaltlich durch das gesamte Album ziehen und sich auch in den oft Mollton-lastigen Songs widerspiegeln. Die leben von den glänzenden Wechseln zwischen dramatisch aufgebauter Power inkl. Keyboards und Geige sowie vermeintlichen Ruhephasen mit subversivem Schönklanggesang von Bassistin Toups und gemeinen, durchs Ohr gedrechselten Gitarrenschräglagen. Überhaupt bedeutet das gesangliche Teamspiel von Baluyut und Toups ein großes Pfund von Versus, genauso wie die sehr natürlich belassene, druckvolle Produktion von Nicolas Vernhes, einem wahren Altmeister des New Yorker Indie Rocks (die frühen Versus, ferner Ted Leo, The Naysayer, Silver Jews, Spent, die jüngste Spoon!). Nicht zuletzt wegen der vielen intensiven Momente auch vergleichbar mit den kultigen Zeiten von Eleventh Dream Day, Antietam, Yo La Tengo, Ass Ponys... Sehr starker Auftritt nach 10 Jahren Abwesenheit!!