(Songwriter/Roots Pop/Country Rock/Indie Folk) 2015 Descendant - definitely not your common Americana Band! Ähnlich wie bei Jamestown Revival, den Lumineers, Frontier Ruckus, den Avett Brothers oder auch Shovels & Rope verschwimmen bei dem Trio aus Brooklyn die Grenzen zwischen traditionelleren Bezügen (Folk, Country, Gospel, Singer/Songwriter) inzwischen völlig mit verschiedensten Pop- und Rock-Strukturen. The Lone Bellow gehören derzeit mit ihrer kongenialen Kombination von hymnenhaften Songs und jenem besonderen gesanglichen Dreisatz zur absoluten Créme in der jungen Alt.Americana-Szene, hatten mit ihrem selbstbetitelten 2013er Debüt für mächtig Aufsehen gesorgt, wichtige Preise abgeräumt und starten nun mit dem Nachfolger so richtig durch! Zach Williams (fast alle Lead Vocals, etwas akustische Gitarre) hat genau den richtigen Soulschmelz in seiner Stimme für die vielen gefühlvollen Balladen, kann aber auch bei den schnelleren Nummern mit Roots Rock-Charakter vehement shouten. Seiner Frau Kanene Donehey Pipkin (Vocals, etwas Mandoline) gehört die markante weibliche Altstimme im Chorgesang, in 'Call To War' singt sie so bezaubernd vorneweg, dass man ihr sofort mehr eigene Leadanteile gönnen würde! Brian Elmquist komplettiert das Gesangstrio mit seinen Harmony Vocals, überzeugt ansonsten als versierter Picker an elektrischen und akustischen Gitarren. Alle Songs wurden gemeinsam komponiert, für Produktion und Recording haben sich The Lone Bellow mittlerweile vom Civil Wars-Clan emanzipiert und auf keinen Geringeren als Aaron Dessner von The National gesetzt, der auch als Multiinstrumentalist (Guitars, Bass, Keyboards, Percussion usw.) fungiert und ihnen einen völlig von Nashville abgewandten New York/Big City-Großstadtsound verpasst hat. Dazu passen die gediegenen Arrangements in einem breiten Laut/Leise-Panorama und einer ausgewogenen Acoustic/Electric-Instrumentierung inkl. dezenter Orchestrierung, die zusätzlich für Pathos und Drama sorgt. Final abgemischt von Peter Katis (Swell Season, Shearwater, Dry The River, The Head & The Heart, The National), da ahnt man, wo die klangliche Reise hingeht! Gelungenes Werk, das die ewig blühende Americana-Szene um eine weitere Nuance bereichert!!