(Songwriter/Alt.Roots Rock/Blues) 2016 Droog - oh Mann, das ist wieder düsterer, sündengetränkter Tod & Teufel/Paulus vs. Saulus-Stoff der ganz besonders schweißtreibenden Sorte, ein einziger markerschütternder Schrei nach Erlösung! Zwar eine wieder nur sehr kurze (31 Minuten) Reise in die steilen Abgründe der Seele, aber mehr kann man emotional auch kaum verkraften, zumindest wenn man sich in die textlichen Untiefen und die gnadenlose, besessene Musik dieses wahren "Predigers vor dem Herrn" reinschafft. Und oberflächliches Nebenbei-Hören funktioniert hier sowieso gar nicht! Lincoln Durham aus Austin, Texas hat also nach drei Jahren sein drittes Album veröffentlicht und damit endgültig den Beweis angetreten, dass er eher weniger zum sogenannten Red Dirt/Roots Rock/Alt.Americana-Zirkel der Szene gehört als vielmehr auf den Spuren archaischer Bluesmänner wie Howlin' Wolf, Son House und Mississippi Fred McDowell wandelt - mit Abbiegungen zu Sixteen Horsepower/Wovenhand, Jack White/White Stripes, Oblivians u.ä. Oder wie es treffend in seiner Bio steht: "Lincoln Durham is an amped up Southern-Gothic Psycho-Blues Revival-Punk One-Man-Band preaching the good word of depravity". Unterstützt von einem Drummer (meist Conrad Choucroun, sonst Rick Richards) und mitunter von Bukka Allen am Moog Synthesizer für die Bassnoten spielt Durham alle Saitenparts auf diversen elektrischen und akustischen Gitarren sowie auf dem Banjo selber, gerne als Slide Guitar oder mit Bottleneck und immer kantig, roh, grob und laut! Wie beide Vorgänger wurde auch 'Revelations Of A Mind Unraveling' wieder von dem bekannten George Reiff (Ray Wylie Hubbard, Band Of Heathens, Shinyribs) produziert. Heftiger Stoff, der besser nur von Menschen mit stabiler Psyche gehört wird…!